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Gesellschaft CJZ Kassel e.V.

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Kassel e.V.
Kölnische Straße 183
34119 Kassel

Fon  0561 / 879 479 54
Fax. 0561 / 879 479 59

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Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Kassel e.V.

* A C H T U N G *

Pressemitteilung vom 31. Oktober 2020

Liebe Mitglieder der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.,

leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass unsere für Dienstag, den 3. November um 19:00 Uhr anberaumte Mitgliederversammlung der Gesellschaft für Christlich- Jüdische Zusammenarbeit e.V. nicht stattfinden kann. Nach den aktuellen Vorgaben des Bundes und der Hessischen Landesregierung zur Eindämmung der Covid 19 Pandemie, denen wir zum Schutz Ihrer und unser aller Gesundheit nachkommen, hat der Vorstand beschlossen, die MV auf nächstes Jahr zu verschieben.

Dies ist nach Auskunft des Amtsgerichts rechtlich möglich. Sollte jedoch ein Mitglied dagegen Einspruch einlegen, müssten wir dem stattgeben und hätten in diesem Fall noch die Möglichkeit, eine virtuelle Mitgliederversammlung durchzuführen. Dies wäre jedoch mit sehr großem Aufwand verbunden.

Wir bitten also um Ihr Einverständnis für die Verschiebung auf einen Termin, der wieder Versammlungen verantwortbar macht.

Leider muss aus den genannten Gründen auch unsere Gedenkfeier zu den Novemberpogromen am 9. November um 18:00 Uhr im Bürgersaal abgesagt werden. Das tut uns sehr leid, und wir bitten auch hierfür um Ihr Verständnis. Es sind bedrückende Zeiten!

Mit guten Wünschen, besonders für Ihre Gesundheit – verbleiben wir mit herzlichen Grüßen

Ihre
Beatrix Ahr - Renate Pfromm - Eveline Valtink

GCJZ Kassel

 

Wir freuen uns, dass Sie den Weg auf unsere Homepage gefunden haben!

Die Kasseler Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit wurde 1953 gegründet.

Am Anfang standen Persönlichkeiten wie Paul Brandstetter, Wolfgang Hallwachs, Hermann Schafft und Julius Schuster. Die leidvolle und grauenhafte Erfahrung des 2. Weltkrieges und die Kenntnis des Genozids an den europäischen Juden waren Grund und Motiv für die Initiative, unsere Gesellschaft zu gründen. Antisemitismus, Rassismus, Militarismus, nationale Überheblichkeit, religiöse Intoleranz, weltanschaulichen Fanatismus sollte es nicht mehr geben. Hier wollten Frauen und Männer aus der Geschichte lernen.

Heute, im Vereinten Deutschland, bedroht neonazistische Gewalt erneut das Zusammenleben der Menschen. Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung, Haß und Gewalt ziehen eine blutige Spur durch die Bundesrepublik Deutschland. Auch der Antisemitismus regt sich wieder.

Dem allen versucht die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit entgegenzutreten, und sie weiß sich mit allen religiösen, demokratischen, politischen und sozialen Kräften mit gleicher Zielsetzung verbunden und sucht die Zusammenarbeit. Die Mitglieder unserer Gesellschaft wollen informieren und auf Gefahren hinweisen; sie sind der Überzeugung, daß die Greueltaten der Nazibarbarei nicht vergessen, nicht verdrängt, nicht aufgerechnet oder geleugnet werden dürfen. Dies sind wir den unzähligen Opfern und unserer eigenen Identität schuldig.

In diesem Sinne veranstaltet unsere Gesellschaft Vorträge, Seminare und Symposien; außerdem unternimmt sie Fahrten zu Gedenkstätten und Ausstellungen. Sie vermittelt Referenten und Materialien für Schulklassen und Kirchengemeinden.

Das Verhältnis zwischen Christen und Juden zu verbessern, ist Schwerpunkt der Arbeit unserer Gesellschaft. Dies geschieht durch intensive Beschäftigung mit dem Trennenden und Verbindenden unserer religiösen Traditionen, mit den Belastungen aus der Vergangenheit und den Problemen der Gegenwart. Dazu gehört auch die Förderung von Begegnungen und die Pflege der Beziehungen zu Israel.

In unserer Gesellschaft engagieren sich Christen verschiedener Bekenntnisse, Juden unterschiedlicher Traditionen, aber auch Menschen anderer Anschauung. Verbindliches Ziel ist die Verwirklichung der Brüderlichkeit und Schwesterlichkeit aller Menschen ohne Unterschied ethnischer, religiöser, politischer oder sozialer Herkunft.

Als bundesweite Vereinigung vertritt der Deutsche Koordinationsrat die  über achtzig lokalen und regionalen Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit auf nationaler und internationaler Ebene mit ca. 20.000 Mitgliedern, Freunden und Förderern. Er ist zudem größtes Einzelmitglied im Internationalen Rat der Christen und Juden (ICCJ), in dem über vierzig nationale Vereinigungen für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit vertreten sind.